| 6. Weilburger Trialog am 18. Juni 2010 |
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Nachbetrachtung zum Trialog - Thema: "Grüne Innovation"
Akademieleiter Wolfgang Hill spricht vor den Gästen in der Aula
Auszüge aus der Rede von Wolfgang Hill: Verehrte Anwesende,
Zahlen, die erschrecken, aber nicht gottgewollt sind! Studien zeigen, dass es Chancen gibt, das zu ändern. Wir haben als intelligente Wesen die Möglichkeiten, Änderungen herbeizuführen, wenn wir nur konsequent wollen! Diese Beispiele sollen uns heute hier nochmals einführend sensibilisieren über Umweltthemen weiterhin verstärkt nachzudenken und für eine radikale Änderung zu kämpfen. Ein „Weiter so“ geht nicht! (...) (...) Mit unserem Thema „Grüne Innovation“ möchten wir den Impuls setzen, dass bereits bei der Entwicklung und beim intelligenten Nachdenken über Lösungsstrategien grüne Techniken berücksichtigt werden. Die Staatliche Technikakademie Weilburg beteiligt sich nicht an bestehenden Techniken, wie z. B. „die Reichweite von Automobilen mit einem Liter Benzin zu erhöhen“, das sind für uns Übergangstechniken. Wir wollen weg vom Öl bzw. fossilen Brennstoffen hin zu umweltschonenden E-Mobilen zum Beispiel, die selbstverständlich mit Energien aus erneuerbaren Energien angetrieben werden. Öl ist nicht nur knapp, sondern wird mit immer größer werdenden Risiken gefördert, das zeigt der aktuelle Umweltskandal vor den Toren der USA. Hoffentlich wird man jetzt endlich in den USA wach! Erneuerbare Energietechniken haben sich längst von den vorurteilsvollen Einschätzungen verabschiedet. Wurden noch vor Jahren von einigen Zeitgenossen die „Strickpullover-und-Wollstrümpfe-tragenden Müslis“ für ihren Einsatz von Erneuerbaren Energien belächelt, so haben heute Leute mit feinem Zwirn und Nadelstreifen diese Energien als eine Schlüsselindustrie im Hightech-Bereich ebenfalls erkannt. Erneuerbare Energien sind ein wirklich zukunftsweisender Job-Motor und diese arbeiten wesentlich stabiler als der schnell heißgelaufene auch damals prognostizierte Job-Motor „Internet“. Ferner bedeutet Energie-Mix bei uns hier an der Technikakademie ausschließlich ein Mix von erneuerbaren Energien; nicht ein Mix von atomaren und fossilen Brennstoffen und Erneuerbaren Energien! Mag die Forderung visionär klingen, wir sind davon überzeugt, dass es möglich sein muss und möglich sein wird, ausschließlich mit erneuerbaren Energien unseren steigenden Energiebedarf zu decken. Es ist schließlich die originäre Ingenieur-Aufbruchsstimmung bzw. Techniker-Herausforderung, aus denen Ideen und Patente geboren werden. Es erfordert ein radikales Umsteuern auf allen Ebenen! (...)
Grußwort von Herrn Minister Posch zum 6. Weilburger Trialog am 18.06.2010
Der Energieverbrauch ist eine Schlüsselgröße für den Ausstoß von Kohlendioxid und Luftschadstoffen. Eine an Nachhaltigkeit orientierte Energiepolitik muss darauf ausgerichtet sein, den Einsatz nicht erneuerbarer Energieträger erheblich zu vermindern. Die Hessische Landesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, den Beitrag erneuerbarer Quellen zum Endenergieverbrauch (ohne den Verkehrssektor) bis zum Jahr 2020 auf 20 % zu erhöhen. Das bedeutet, dass sich die erneuerbaren Energien weitaus stärker als bisher auf dem Markt durchsetzen müssen. Aber ebenso sind erhebliche Anstrengungen erforderlich, den Energiebedarf zu senken und die Energieeffizienz zu erhöhen. Dies fördert gleichzeitig die die Sicherheit und die Bezahlbarkeit der Energieversorgung. Gerade die Energieeffizienz birgt große Potenziale, deren Ausschöpfung viele weitere Vorteile bietet: Sie entlastet Verbraucher und Wirtschaft von hohen Energiekosten, sie versorgt vor allem kleine und mittlere Unternehmen sowie Handwerker mit Aufträgen, und sie treibt Innovationen an. Wenn wir Energieeffizienz und erneuerbare Energien in unseren Alltag integrieren wollen, müssen Unternehmen die entsprechenden Produkte und Dienstleistungen anbieten, und ihre Kunden müssen bereit sein, deren wirtschaftliche Vorteile zu erkennen und zu nutzen.Die Hessische Landesregierung hilft deshalb mit vielen Maßnahmen, das Bewusstsein für Energieeffizienz zu wecken, Informationen zu verbreiten und innovative Entwicklungen voranzutreiben. Eingebunden ist dies in eine umfassende Nachhaltigkeitsstrategie. Gemeinsam mit Wirtschaft, Wissenschaft und gesellschaftlichen Gruppen verständigen wir uns auf verbindliche Ziele und konkrete Projekte. Das Energiekonzept 2020 weist uns den Weg zu unserem sehr anspruchsvollen Ziel, den Endenergieverbrauch in Hessen erheblich zu senken und den Einsatz der erneuerbaren Energien auf wirtschaftliche und sozialverträgliche Weise zu erhöhen.In Hessen sind viele Herstellern dieser Technologien ansässig. Leistungsfähige Technik und qualifizierte Mitarbeiter sichern vor allem in kleinen und mittleren Unternehmen sowie im Handwerk zukunftsfähige Arbeitsplätze. Der qualifizierten beruflichen Weiterbildung kommt dabei eine herausragende Bedeutung zu. Ich begrüße daher die Eröffnung des neuen Studiengangs „Erneuerbare Energien“ an der Technikerakademie Weilburg sehr und bin sicher, dass hier entscheidende Akzente gesetzt werden, um innovative energieeffiziente Techniken in die Praxis umzusetzen.Um die Verbraucher mit Effizienztechnologien und erneuerbaren Energien vertraut zu machen, gibt es kaum ein besseres Instrument als gute Veranstaltungen mit Ausstellungen, Vorträgen und praxisorientierter Öffentlichkeitsarbeit. Denn nachhaltiges Handeln der Bürger ist ein wesentlicher Beitrag zu unseren Bemühungen um mehr Energieeffizienz. Ich wünsche Veranstaltern, Ausstellern und Besuchern eine informative und erfolgreiche Veranstaltung. Grußwort Regierungspräsident Dr. Lars Witteck Grußwort Bürgermeister Hans-Peter Schick
Staatliche Technikakademie – Schule für den Klimaschutz Eine besondere Auszeichnung hat die Staatliche Technikakademie Weilburg durch die Unterzeichnung der Charta „Schule für den Klimaschutz“ erfahren. Ab dem Zeitpunkt der Unterschrift während des 6. Weilburger Trialogs ist sie berechtigt, die Bezeichnung „Schule für den Klimaschutz“ zu führen. Im Rahmen der Nachhaltigkeitsstrategie Hessen sollen insbesondere Schulen aktiv werden, um die Lebens- und Wirtschaftsgrundlagen und die Lebensqualität nachhaltig zu sichern. Hessen hat sich daher zum Ziel gesetzt, Potenziale zur Energieeinsparung und zur Nutzung erneuerbarer Energien weiter auszuschöpfen und voranzubringen. Damit soll der Ausstoß klimarelevanter Treibhausgase insgesamt reduziert werden. Die Unterzeichner dieser Charta haben sich bereit erklärt, dieses Ziel nach Kräften zu unterstützen und sich aktiv für den Klimaschutz einzusetzen. Angestoßen wurde die Aktion vom Hessischen Kultusministerium mit der Servicestelle „Lernen und Handeln für unsere Zukunft“. Wendet sich diese Aktionslinie in erster Linie an Schülerinnen und Schüler aller Schulformen, so ist die Staatliche Technikakademie Weilburg gebeten worden, hier ihre Fachkompetenz mit einzubringen, um das ehrgeizige Ziel zu verwirklichen. Die Staatliche Technikakademie Weilburg ist die erste Bildungseinrichtung in der Region, die diese Bezeichnung offiziell führen darf. Sie soll auch über den „Erneuerbaren Energien Park Weilburg“ Anlaufstation in der Region sein. Neben der Akademieleitung hat auch der Studierendenrat der Staatlichen Technikakademie gezeichnet, um hiermit ausdrücklich seine Unterstützung zu signalisieren.
Susanne Stroh (re) vom Hessischen Kultusministerium und Akademieleiter Wolfgang Hill
Impulsreferat
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| 6. Weilburger Trialog am 18. Juni 2010 |
Nachbetrachtung zum Trialog - Thema: "Grüne Innovation"
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| Gute Ideen für erneuerbare Energien |
Die Nassauische Neue Presse vom 12. Juli 2010 berichtet
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| Arbeitswelt gleicht heute einer Patchworkdecke |
Die Nassauische Neue Presse vom 10. Juli 2010 berichtet |






